Autoaktien 2018: Diese sollten ins Depot

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Seit dem Kartellverdacht sind die Aktienkurse von BMW, Volkswagen und Daimler abgestürzt. Sollten Anleger jetzt in Autoaktien investieren? Schlussendlich sprechen nicht nur die aktuell günstigen Preise für die Papiere der Automobilhersteller. Auch die Kurs-Gewinn-Verhältnisse und die Kurs-Buchwert-Verhältnisse sprechen für die Wertpapiere diverser Automobilhersteller. Doch welche Autoaktien sollte man kaufen?

Sollten Anleger in Daimler, BMW oder VW investieren?

Daimler-Chef Dieter Zetsche fehlten im Sommer zum Teil die Worte, als im Zuge der Analystenkonferenz Fragen zum Kartellverdacht gestellt wurden. „Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen“, so Zetsche. Haben die deutschen Automobilhersteller ein Kartell gebildet und sich über Kosten, Zulieferer und Technik abgesprochen? Wurden die Autokäufer am Ende tatsächlich geschädigt? Aufgrund des Kartellverdachts gingen die Absatzzahlen nach unten. Börsianer blicken ja bekanntermaßen gerne in die Zukunft – die Angst, dass noch mehr negative Meldungen an das Tageslicht kommen würden, wurde immer größer. Devisenspezialist Heiko Geiger (Vontobel Europe AG) weiß, dass die Unsicherheit sehr wohl zu einer kräftig gestiegenen Volatilität geführt hat. „Die aktuelle Konstellation ist sehr wohl für Anleger interessant, sofern sie auf der Suche nach Zertifikaten sind. Durch die hohe Volatilität werden die Preise bei Discount- und Bonuszertifikaten und Aktienanleihen günstiger.“ Klassische Bonus-Zertifikate mit Cap (Renditeobergrenze, wobei es einen Sicherheitspuffer gegen fallende Aktienkurse gibt) sind die WKNs C7YCNB auf BMW, CY7D15 auf VW und HW3VED auf Daimler. Derartige Zertifikate können in der Regel bei jedem Broker gehandelt werden.

Investoren bleiben kritisch

Das Erfolgsjahr 2016 ist Geschichte – das Jahr 2017 kann definitiv nicht daran anknüpfen. Das bemerken auch die Investoren, wenn sie einen Blick auf den chinesischen Automarkt werfen. Jedoch sind viele Analysten und Experten der Meinung, dass für das gesamte Jahr 2017 ein Wachstum von rund 5 Prozent erreicht werden kann. Das wäre eine durchaus gute Nachricht für VW – der deutsche Automobilhersteller verkauft schlussendlich rund 37 Prozent aller Fahrzeuge in der Volksrepublik China. Doch viele Investoren bleiben skeptisch – sie haben Angst, dass die Automobilbranche wieder in das Kreuzfeuer der Kritik gerät. Diese Angst zeigt sich auch in der Bewertung. Das Daimler Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 6,8; bei Volkswagen liegt das Verhältnis bei 5,5 und bei BMW bei 7,2. Das Trio zählt damit zu den vier am schlechtesten bewerteten DAX-Titeln. Blickt man auf den Schnitt der letzten zehn Jahre, so lag das KGV immer deutlich höher. Bei VW lag man bei 9,7, bei Daimler bei 10,3 und bei BMW bei 13,6. Zudem sind die Aktien niedriger bewertet, sofern man einen Blick auf das Kurs-Buchwert-Verhältnis wirft. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (kurz: KBV) kann mit folgender Formel errechnet werden: Börsenwert durch Eigenkapital des Unternehmens. Das KBV von BMW und Daimler liegt um rund 1,2 unter dem Durchschnittsschnitt der letzten zehn Jahre; VW liegt um 1,4 darunter, VW um 0,8.

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